Estland per Rad

Eine einwöchige Fahrradreise für bis zu 16 Teilnehmer

Mit dem Fahrrad ist man beweglich – ob Feldweg, wenig befahrene Asphaltstrasse oder fester Sand direkt am Strand entlang – mit dem Rad ist man überall goldrichtig und natürlich auch gern gesehen.
Durch die geringe Bevölkerungsdichte ist der Straßenverkehr außerhalb der Hauptstadt Tallinn verschwindend gering - ja es ist schon fast entspannend, sich auf estnischen Straßen zu bewegen. Die Rücksicht anderer Verkehrsteilnehmer ist hier sehr ausgeprägt.

Wir möchten Sie zu einer Fahrradreise einladen, bei der wir Ihnen nur den Weg zeigen – das Tempo jedoch Sie selbst bestimmen. Wir organisieren lediglich die Picknicks in ungestörter Natur, reparieren Ihr Fahrrad während Sie baden oder rufen den Begleitbus, falls jemandem mal die Luft ausgeht. Als Ortskundige haben wir de Touren daher so gewählt, dass Sie einen möglichst tiefen und authentischen Einblick in das Land und das Leben seiner Bewohner bekommen, immer abseits der Touristenrouten und dies mit einer Mischung aus Natur, Geschichte und Kultur.
Dabei spielt es keine Rolle wie viele Kilometer in welcher Zeit zurückgelegt werden, denn wie gesagt: Das Tempo und die Tagesstrecke bestimmen Sie!

Termine:

              • 14. bis 21. Juni 2010
              • 12. bis 19. Juli 2010
              • 9. bis 16. August 2010

8-Tage-Tour „Estland per Rad“

1. Tag: Ankunft in Tallinn

Am Flughafen werden Sie von einem unserer Mitarbeiter begrüßt und zum Hotel gebracht. Die Unterbringung erfolgt in einem soliden 2-Sterne-Hotel mit sehr guter Innenstadtlage, nur 5 Fußminuten von der mittelalterlichen Altstadt entfernt. Die Zimmer sind ausgestattet mit Dusche und WC, TV und Telefon. Frühstück ist selbstverständlich inbegriffen.

Nach dem Check-In im Hotel findet ein ausführliches Reiseberatungsgespräch statt, bei dem die Ihnen bevor stehende Reise detailliert besprochen wird, Ihre möglichen Fragen beantwortet und Ihnen Tipps und Hinweise zu Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten gegeben werden.

Am Abend erwartet Sie ein Abendessen im Restaurant „Vanaema juures“ („Bei Großmuttern“), wo Sie typisch estnische Küche kennen lernen werden.


2. Tag: Tallinn – alte Hanse- und neue Hauptstadt

Am Morgen findet eine deutschsprachige Stadtführung durch das mittelalterliche Tallinn statt, die ca. 3 Stunden dauert. Sie werden Estlands Tor zur Welt - die alte Hansestadt Tallinn (auch unter dem historischen Namen Reval bekannt) - genauer begutachten. Im Jahre 1154 zum ersten Male urkundlich erwähnt, spiegeln sich hier die Jahrhunderte mit ihrer wechselvollen Geschichte wider. Hier herrschten Dänen, Schweden, Russen und nicht zuletzt Deutsche, die hier über 700 Jahre lebten und die Geschicke des Landes beeinflussten, bis sie Nazideutschland 1939 "Heim ins Reich" beorderte. Tallinn ist ein Kleinod. Mit seinen etwa 400.000 Einwohnern ist es das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Estlands, das insgesamt nur knapp 1,4 Millionen Einwohner zählt. Tallinn ist auch die Hauptattraktion für die mehr als 3 Millionen Besucher, die Estland im Laufe eines Jahres besuchen. Wegen seines mittelalterlich-hanseatischen Gesichts, deren markantestes Zeichen die sehr gut erhaltene Altstadt ist, ist Tallinn von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden.

Altstadtimpressionen

Zusätzlich besteht am Nachmittag die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Radtour an. Sie würden den Stadtteil Kadriorg (Katharinental) mit seinem schönen Park und dem Barockschloss besuchen und an Tallinns großen und schönen Ostseestrand nach Pirita (Brigitten) fahren und die gleichnamige, viele Jahrhunderte alte Klosterruine besichtigen. Die Teilnahme an dieser Radtour ist kostenlos (Radfahrstrecke: ca. 20 km).

Der Rest des Tages ist zu Ihrer freien Verfügung. Wir geben Ihnen gerne Tipps für mögliche Unternehmungen oder reservieren Tickets für Oper, Konzert, Theater usw. Sie übernachten wieder im selben Hotel.

Schloss Kadriorg / Klosterruine Pirita

3. Tag: Lahemaa – ein Nationalpark am Meer

Heute holen wir Sie nach dem Frühstück vom Hotel ab und fahren mit Ihnen im Bus in Richtung Osten. Damit Sie die Schönheiten und versteckten „Perlen“ des etwa 80 Kilometer östlich Tallinns gelegenen Lahemaa-Nationalparks kennen lernen können, wird Ihnen für diesen Tagesausflug ein kompetenter Führer zur Seite stehen.
Sie besuchen die deutschbaltischen Gutshöfe von Palmse (Palms) und Sagadi (Saggad) und fahren entlang einer alten Küstenstrasse, von der aus sich Ihnen sehr schöne Ausblicke auf das Meer und die es umgebenden Landschaften eröffnen. Das historische Fischerdorf von Altja steht ebenso auf dem Besuchsprogramm wie das sog. „Kapitänsdorf“ Käsmu. Im historischen Gasthaus zu Altja steht ein Mittagessen bereit.
Nach einem kleinen Halt an einem Hochmoor besuchen Sie zum Abschluss den größten Wasserfall Estlands, den Jägäla juga.

Am Abend erreichen Sie wieder Tallinn, wo Sie im bereits bekannten Hotel übernachten.


4. Tag: Haapsalu – das Zarenbad (Radfahrstrecke: ca. 58 km)

Heute starten Sie gemeinsam mit Ihrem Reiseleiter, der Sie die kommenden Tage begleiten wird, in Richtung Westküste und verlassen Tallinn zunächst mit der Eisenbahn. Nach nur kurzer Fahrtzeit verlassen Sie den Zug und setzen von nun die Fahrt weiter mit den Rädern fort – weiter auf dem Bahndamm! Als der Zugverkehr nach Haapsalu eingestellt wurde, hat man die Gleise entfernt und aus dem alten Schienenweg einen Radweg gemacht. Eine Idylle – Sie radeln ohne störenden Verkehr durch eine unberührte Landschaft, vorbei an stillen Gehöften und vereinsamten Bahnhöfen.

Auf der Weiterfahrt besichtigen Sie Haapsalu (Hapsal), ein 15.000-Einwohner-Städtchen, das eines der drei bedeutenden Seebäder und Kurorte Estlands ist. Hier trafen sich noch bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts viele Erholungs- und Heilungssuchende aus ganz Europa. Nach der Okkupation Estlands war der Kurort mit seinen berühmten Moorbädern den Besuchern aus den verschiedenen Teilen der Sowjetunion vorbehalten. Seit anderthalb Dekaden aber sind die Esten wieder frei und selbstbestimmt und haben in dieser Zeit Erstaunliches geschafft. Auch in Haapsalu bemüht man sich, den Glanz vergangener Tage zurückzuzaubern, und man ist dabei schon gut vorangekommen. Heute zeugt die jährlich zunehmende Zahl von Reisenden aus ganz Europa, aus Finnland und Schweden, aber auch aus dem deutschsprachigen Raum, vom Erfolg dieser Bemühungen.
Mit ihren vielen bunten Holzhäuschen, der mittelalterlichen Bischofsburg und der direkten Lage an der Ostsee bietet Ihnen die Stadt einiges Entdeckenswertes. Der berühmte Komponist Peter Tschaikowski hatte Haapsalu einst zu seinem Sommerdomizil gewählt, ebenso Angehörige der russischen Aristokratie, des Hochadels und der Zarenfamilie. Hinweise auf die große Geschichte dieses kleinen Ortes finden sich allenorten.
Wir haben für Sie im schönen Kursaal ein Mittagsessen bestellt. Anschließend besichtigen Sie auch die Ruine der Bischofsburg sowie die Domkirche, die im Jahre 1279 erstmals erwähnt wurde. Seit langen Jahrhunderten wird hier eine Legende am Leben erhalten, die von der „Weißen Dame“ erzählt – mehr dazu erfahren Sie erst vor Ort...
Am Nachmittag fahren Sie dann mit dem Bus zum nahen Fährhafen von Virtsu und setzen auf die Insel Saaremaa über. Die Überfahrt dauert ca. 30 Minuten.

Haapsalu
Kursaal von Haapsalu

Am Abend erreichen Sie die Inselhauptstadt Kuressaare (Arensburg), wo Sie Ihre Unterkunft im Hotel ARENSBURG beziehen. Das kleine, stilvolle Hotel befindet sich in der Stadtmitte, in Sichtweite zur mittelalterlichen Bischofsburg. Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Dusche und WC sowie über Telefon und TV.
Nach dem Check-In steht ein Abendessen für Sie bereit.

Hotel ARENSBURG

5. Tag:Saaremaa – Wildnis, Windmühlen und Wehrkirchen (Radfahrstrecke: ca. 32 km)

Landschaftlich bietet die größte Insel Estlands sehr viel - Heide- und Wald-Sumpf-Landschaften wechseln einander ab, dazu viele schöne Sandstrände, im Inselinnern einige Seen, im Norden die Steilküste. Aber auch kulturhistorisch und architektonisch ist Saaremaa sehr interessant. Da gibt es beispielsweise die vielen mittelalterlichen Wehrkirchen, die zu den ältesten und schönsten in Estland gehören. Die Faszination der Kirche in Karja liegt in ihren noch sehr gut erhaltenen Wandmalereien und Fresken. Christliche und heidnische Symbolik tauchen nebeneinander auf und verdeutlichen auf interessante Weise die Unterschiedlichkeit der Welten, die bei der Christianisierung der Insulaner im Mittelalter aufeinander trafen. Die Windmühlen von Angla, alte Stabwindmühlen, wie sie früher typisch für ganz Saaremaa waren, und die Meteoritenkrater von Kali sind auch besondere Attraktionen, die Sie während Ihrer Radtour erkunden werden. An einem schönen Platz in der Natur wird zwischendurch eine Picknickpause stattfinden.

Windmühlen Angla / Wehrkirche Karja

Am frühen Abend erreichen Sie Ihr Hotel, wo wieder ein Abendmenü für Sie vorbereitet ist.


6. Tag: Saaremaa – mehr Meer geht nicht! (Radfahrstrecke: ca. 36 km)

Nach dem Frühstück starten Sie mit den Rädern zur südlich der Inselhauptstadt gelegenen Halbinsel Sõrve. Dieser Landstrich gehört zu dem am dünnsten besiedelten Gegenden Estlands. Natürliche Küstenabschnitte, Wachholderheiden und Orchideenwiesen wechseln einander ab. Mit etwas Glück werden Sie auch einen Elch zu Gesicht bekommen, der in diesem Gebiet häufig zu sehen ist.

Leuchttürme – Markenzeichen von Sõrve

Am Nachmittag kehren Sie zurück nach Kuressaare mit seinem historischen Stadtkern aus dem 17.-19. Jahrhundert und der alten Bischofsburg, die heute ein Museum beherbergt, das Sie mit einer Führung besichtigen werden.

Bischofsburg Kuressaare 

Am Abend wird im Hotel wieder ein Essen serviert.


7. Tag: Saaremaa – Wachholderheiden, Vogelschwärme, Orchideenwiesen (Radfahrstrecke: ca. 46 km)

Am heutigen Tag fahren Sie mit dem Bus in den nordöstlichen Teil von Saaremaa. Hier steigen Sie auf die Räder und fahren entlang der Kalkstein-Kliffküste in Richtung des Vilsandi-Nationalparks. Das Vogelschutzgebiet Vilsandi ist eine der inselreichsten Gegenden der estnischen Küste. Unweit voneinander entfernt befinden sich viele Eilande, von denen so einige eine interessante Geschichte haben. Die Inseln waren bis 1952 bewohnt, bis das Sowjetregime die Bewohner zwang, sie zu verlassen. So hörten von einem Tag auf den anderen Dutzende Fischerdörfer auf zu existieren.
Heute ist der Inselarchipel ein bedeutendes Vogelschutzgebiet. Die Vogelwelt in diesem Gebiet ist einzigartig. 120 Arten sind hier Standvögel (d.h. nicht am Vogelzug beteiligte Vögel)! Diese Besonderheit erkannte schon vor fast 100 Jahren der damalige Leuchtturmwärter, pachtete einige Inseln und stellte somit das Brutgeschäft der Küstenvögel unter seinen persönlichen Schutz.

Orchideen auf Saaremaa (Helmknabenkraut, Fliegenragwurz, Waldhyazinthe)

Nach einem abschließenden, kurzen Rundweg durch ein Moor, das durch seine Artenvielfalt an Orchideen bekannt ist, erreichen Sie wieder Kuressaare, wo Sie am heutigen letzten gemeinsamen Abend im Windmühlenrestaurant VESKI speisen werden.


8. Tag: Abschied

Heute ist der Tag der Abreise gekommen. Sie verlassen Kuressaare und fahren auf die Insel Muhu, die mit Saaremaa durch einen Damm verbunden ist. Die Insel Muhu ist klein, dennoch hat sie mit einigen Sehenswürdigkeiten aufzuwarten, so z.B. mit der Katharinenkirche aus dem 12. Jahrhundert und auf dem Kirchhof mit steinernen Grabkreuzen aus Wikingerzeiten. Sehenswert ist auch das Museumsdorf Koguva, in dem die Bewohner noch heute so leben, wie es vor 100 Jahren und früher für die Fischerdörfer auf den estnischen Inseln typisch war. Hier ist ein kleiner Spaziergang durch das Dorfensemble geplant.
Anschließend fahren Sie mit der Fähre wieder zurück auf das Festland und direkt weiter zum Flughafen nach Tallinn, von wo aus Ihre Maschine nach Deutschland startet.

Es wäre schön, wenn Sie am Ende Ihrer Reise auf einen schönen und gelungenen Urlaub zurückblicken könnten! Wir wünschen Ihnen alles Gute für den Heimweg und sagen Danke!


Reisepreis pro Person
(bei Übernachtung im Doppelzimmer):

836,- € (bei insg. 16 Teilnehmern)
876,- € (bei insg. 14 Teilnehmern)
946,- € (bei insg. 12 Teilnehmern)
996,- € (bei insg. 10 Teilnehmern)

Einzelzimmerzuschlag: 185,- € 

Folgende Leistungen sind inklusive:

Begrüßung und Abholung am Flughafen; Hoteltransfer bei An- und Abreise; 7 Übernachtungen mit Frühstück in guten Mittelkasse-Hotels (lt. Programm); alle Transferdienstleistungen im modernen, vollklimatisierten Reisebus mit Lautsprecheranlage (inkl. Gepäck- und Radtransport); individuelle, deutschsprachige Reiseleitung; 4 Tage Vollpension (für den Aufenthalt auf Saaremaa); Abendessen im Restaurant VANAEMA JUURES (Ankunftstag); Mittagsessen im ALTJA KÕRTS (Tagesausflug Lahemaa, 3. Tag); deutschsprachige Stadtführung in Tallinn und Kuressaare; Zugtickets (4.Tag); Kaltgetränke während der gesamten Fahrt; neue Tourenräder für 4 Tage inkl. Grundausstattung Reparatur- und Werkzeug; Gepäcktaschen; alle Eintrittsgelder und Führungen (lt. Programm); sämtliche Fährüberfahrten; alle Reservierungs- und Buchungsentgelte; Sicherungsschein 

An- und Abreise sind nicht im Preis enthalten. Gern aber helfen wir Ihnen bei der Auswahl des geeigneten Verkehrsmittels (Flugzeug, Fähre, Bus).

Wenn Sie an dieser geführten Gruppenreise interessiert sind, senden Sie bitte eine Mail an adrian@estland.ee mit dem Betreff „Estland per Rad“ und teilen Sie uns bitte mit, für welchen Reisezeitraum Sie sich entschieden haben und für wie viele Reisende Sie buchen möchten. Wir setzen uns anschließend umgehend mit Ihnen in Verbindung. Natürlich können Sie uns auch anrufen! Vielen Dank für Ihr Interesse!