Die Vogelwelt Lettlands

Rigaer Bucht und Gauja-Nationalpark – Vogelbeobachtungen im alten Livland

Eine ornithologisch–ökologische Studienreise für bis zu 14  Teilnehmer

Die Küste Lettlands ist im Vergleich zu der im nördlich gelegenen Estland weniger stark gegliedert und durch meist sandige Ufer geprägt. Durch ihren nahezu geraden Nord-Süd-Verlauf dient sie vielen Vögeln als unverkennbare Landmarke und hilft so bei der Sichtorientierung während des Frühjahrs- und Herbstzuges. Vor allem die Küstengewässer der Rigaer Bucht sind aus avifaunistischer Sicht von besonderer Bedeutung. Durch das Festland von den oft stürmischen Westwinden geschützt, bündeln sich hier mehrere Zugrouten des ostatlantischen Zugweges. Zudem sind die Küstengewässer flach und erwärmen sich im Frühjahr recht schnell, so dass viele Wasserpflanzen, Muscheln und andere kleine Wassertiere den Durchzüglern als ausreichende Nahrungsquelle zur Verfügung stehen. Im Frühjahr und Herbst werden diese Flächen von Hunderttausenden Zugvögeln als Raststätte aufgesucht. Das Landschaftsbild Lettlands wird von ausgedehnten Waldflächen dominiert und ist - von vielen Flüssen, Seen und Mooren durchzogen - sehr strukturreich gegliedert. Die daher hohe Biotoptypausstattung an Feuchtgebieten und die dünne Besiedlung (regional teilweise nur 2 Einwohner je qkm) garantieren anderenorts ausgestorbenen Arten wie beispielsweise dem Schwarzstorch oder dem Steinadler noch ein ungestörtes Bruthabitat mit einem ausreichenden Nahrungsangebot. Die wenig ausgeräumte Landschaft Lettlands ist wegen geringer Störeinflüsse durch ein überdurchschnittlich breites Artenspektrum auch außerhalb der Zugzeiten gekennzeichnet. Wir schlagen Ihnen eine kontrastreiche Tour vor, die Ihnen gefallen wird. Dabei ist es selbstverständlich, Rücksicht zu nehmen und weder zu stören noch zu zerstören. Uns von ESTLAND-REISEN ist es ein Anliegen, authentische und abwechslungsreiche Reisen auch in einer Gruppe ganz individuell zu gestalten. Als Ortskundige sind wir in der Lage, Ihnen nur Stationen zu empfehlen, von derer ornithologischer Sehenswürdigkeit wir uns persönlich im Vorfeld selber überzeugt haben. Mit unserer Fachkompetenz und Ortskenntnis werden wir dazu beitragen, diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen.

Tourenvorschlag

Individuelle Anreise:

Wir geben keine festen Termine oder Fristen vor, sondern richten uns nach Ihren Bedürfnissen und zeitlichen Möglichkeiten. Daher findet eine individuelle An- und Abreise statt.
Sie erreichen Lettland auf unterschiedlichste Weise. Etwas zeitaufwendig, dafür sehr entspannend ist die Fährüberfahrt. Von den deutschen Häfen  Lübeck und Kiel werden durch die Reedereien SCANDLINES und DFDS LISCO ganzjährig verkehrende Fährpassagen nach Riga und Ventspils angeboten.
Wesentlich schneller kommen Sie mit AIR BALTIC nach Lettland. Von München, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Berlin, ebenso von Zürich und Wien bestehen direkte Flugverbindungen nach Riga. Die Flugzeit beträgt je nach Abflugort zwischen 2 und 2½ Stunden.
Weiterhin gibt es von zahlreichen deutschen Großstädten regelmäßige Busverbindungen mit EUROLINES nach Riga. In diesem Falle richtet sich die Fahrzeit nach Streckenlänge und der Wartezeit an den innereuropäischen Grenzen.

Entsprechend Ihrer Anreisevariante und Ankunftszeiten kann der Routenverlauf der Exkursion selbstverständlich entsprechend angepasst werden.
Wir sind Ihnen gern bei der Buchung der An- und Abreise behilflich und vermitteln Fährpassagen, sowie Flug- und Bustickets. Bitte wenden Sie sich an uns.

Laipni lūgti – Herzlich willkommen!

1. Tag: Ankunft in Riga

Am Flughafen werden Sie bereits erwartet. Nach der Empfangnahme des Gepäcks verlassen Sie die lettische Hauptstadt sogleich in westliche Richtung und in Richtung Natur.
Ihre Unterkunft befindet sich an den Ufern der Rigaer Bucht im kleinen Fischerort Engure. Das sehr individuell und geschmackvoll eingerichtete Gästehaus lässt keine Wünsche offen und so werden Sie den Aufenthalt hier mit Sicherheit genießen. In der Unterkunft findet während des ersten gemeinsamen Abendessens ein ausführliches Reisegespräch statt, während dessen wir Ihnen gern alle Fragen betreffs Ihrer Exkursion in Lettland beantworten werden.

 
 


2. Tag: Der Engure-See

Der Naturpark Engure umfasst den gleichnamigen See mit seinem Einzugsgebiet sowie einen breiten Küstenstreifen an der Westküste der Rigaer Bucht. Seine Umgebung stellt für verschiedene Wasser- und Watvogelarten einen wichtigen Rast- und Brutplatz dar.
Das Gebiet ist sowohl Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung (IBA – Importend Bird Area), als es auch in der RAMSAR-Liste der international bedeutsamen Feuchtgebiete geführt wird. Zudem ist es ein LIFE-Projekt der Europäischen Union. Eines der damit verbundenen Entwicklungsziele des Naturparks ist die nachhaltige Nutzung der Region in teilweise althergebrachter Weise. So werden beispielsweise der traditionelle Fischfang und die Beweidung mit alten (standortgerechten) Haustierrassen zum Nutzen der einheimischen Bevölkerung gezielt gefördert. Die Uferweiden und flachen Küstengewässer dieser Kulturlandschaft sind besonders artenreich und eignen sich ausgezeichnet zur Vogelbeobachtung.

Limikolen (Watvögel) im Süßwasserwatt
 
 
Schafstelze (Motacilla flava)

Seit über 40 Jahren werden am Ufer Sees in der Feldstation des ornithologischen Labors des Biologischen Instituts der Universität Riga die im und am See nistenden Vögel erforscht und beringt. Unter Ornithologen ist nicht nur das Zentrum des Naturparks zur Legende geworden, sondern vor allem sein von den Wissenschaftlern gebautes "Schwimmendes Haus", das Sie ebenfalls besichtigen werden.
Im Gebiet um den See befinden sich auch mehrere Beobachtungstürme und ein gut angelegter Lehrpfad durch ein Kalkniedermoor, dessen Besichtigung nicht nur während der Zeit der Orchideenblüte einen Höhepunkt darstellt.

Am späten Nachmittag besuchen Sie einen Kiefernkliffwald an der Sandsteinküste der Rigaer Bucht, bevor Sie später zur Unterkunft nach Engure zurückkehren, wo wie an jedem Abend ein Essen für Sie bereit steht. Lassen Sie diesen Tag vielleicht noch bei einem abendlichen Strandspaziergang ausklingen – im Norden ist es lange hell!


3. Tag: Vogelbeobachtungen an der Riager Bucht - Westküste

Der Slītere-Nationalpark wurde 1999 gegründet und ist praktisch ein Freilichtmuseum, das die Entstehungsgeschichte der Ostsee vorstellt.
Das milde Klima und die ehemalige Präsenz des sowjetischen Militärs sind der Grund dafür, dass hier heute viele seltene Pflanzen und Tiere in einer nahezu intakten Naturlandschaft vorkommen. Die Anwesenheit des Militärs bedeutete, dass das Gebiet des heutigen Slītere-Nationalparks für 50 Jahre größtenteils ungestört blieb und sich die Landschaft in einer einzigartig natürlichen Weise entwickeln konnte.

 
Schloss Dundaga
Rigaer Bucht
 

Während des Frühjahrsvogelzugs durchziehen stündlich mehr als 60.000 Vögel das Kap Kolka, einen schmalen Küstengrat, wo die Wellen der offenen Ostsee und der Rigaer Bucht aufeinander treffen. Dabei handelt es sich vor allem um Arten aus den Familien der Seetaucher und Entenvögel.

 
Weißwangengänse (Branta leucopsis) auf dem Zug

Am Abend erreichen Sie die Hafenstadt Ventspils an der lettischen Ostseeküste und Ihre neue Unterkunft, ein kleines individuell geführtes Hotel, das sich nur ca. 300 Meter vom weißen Sandstrand entfernt befindet. Ihre Zimmer sind selbstverständlich auch hier mit Dusche/WC sowie Telefon/TV ausgestattet.


4. Tag: Hafenstadt und Hochmoor

Die Stadt Ventspils ist eine wohlhabende Kommune – Ursache hierfür sind der tiefe Seehafen und die angeschlossene Wirtschaft. Nach den Umschlagszahlen ist es der größte Ostseehafen; ein Fakt, der der Tatsache geschuldet ist, dass Russland einen großen Teil seines Öltransits über Ventspils abwickelt. Eine Erdölleitung endet hier. Die Transiteinnahmen sind beträchtlich, was im auch Stadtbild deutlich wird. Ventspils ist in den vergangenen Jahren zu einem schmucken Seebad geworden, welches Sie während eines Rundganges näher kennenlernen.

 
Livländische Ordensburg in Ventspils

Am Nachmittag erkunden Sie das Kemeri-Moor, einen großen Hochmoorkomplex westlich von Riga. Hier gibt es noch immer Schwefelquellen, die einst die Grundlage für die Entstehung des berühmten Kurorts Kemmern (Kemeri) waren. Im Nationalpark wächst ein Viertel der in den lettischen Roten Listen geführten und gefährdeten Pflanzenarten - in seiner Fauna finden sich in Europa seltene Arten wie der Seeadler (Haliaeetus albicilla), Regenbrachvogel (Numenius arquata) und Uhu (Bubo bubo). Das Kemeri-Moor ist ein wichtiges Rastgebiet für Zugvögel.

 

Am Abend erreichen Sie den Gauja-Nationalpark. Ihre Unterkunft befindet sich hier in der Ortschaft Cesis, die sich inmitten des Nationalparks und direkt im Tal der Gauja befindet. Sie übernachten hier direkt im Ortskern mit Blick auf die Burgruine und den dazugehörigen Park.

Die Gauja
 
 


5. Tag: Der Gauja-Nationalpark

Der Gauja-Nationalpark ist der älteste Nationalpark Lettlands. Er nimmt eine Fläche von fast 92.000 ha ein und wurde 1973 begründet, um Flora und Fauna sowie die fast 500 kulturhistorischen Objekte in einer im gesamten Baltikum einzigartigen Landschaft entlang des Gauja-Flusses zu schützen.
Die Gauja windet sich in vielen Mäandern über fast 94 km durch den Nationalpark und hat im Laufe der Jahrtausende ein eindrucksvolles Tal in den roten Sandstein gewaschen und so viele kleine Höhlen und Grotten geschaffen, um die sich auch örtliche Sagen ranken. An den beiden kommenden Tagen lernen Sie dieses landschaftliche Kleinod unmittelbar kennen.
Nach dem Frühstück werden Sie während eines kurzen Stadtrundganges die historische Innenstadt von Cesis, inklusive der Burg besichtigen. Die einstige Hauptburg des Livländischen Ordens, die im 15. Jahrhundert Sitz des Ordensmeisters war, wurde schon früh zur Ruine, jedoch zeugen die bis heute erhaltenen Reste von der Bedeutung des Ordens und davon, dass er mächtige Feinde hatte.

Burgruine Cesis
 

Die einheimische Vogelwelt erkunden Sie am besten von mehreren gut exponierten Beobachtungspunkten und einigen speziellen Lehrpfaden aus. So sind im Gauja-Nationalpark besonders die waldliebenden Vertreter aus den Familien der Spechte, Eulenvögel und Habichtartigen von unserem besonderen Interesse, die hier Nahrungshabitat und optimalen Brutlebensraum zugleich vorfinden. Aber auch die vielen Fließgewässer in den Waldschluchten mit ihren nackten Sandsteinfelsen lassen den Waldwasserläufer (Tringa ochropus) oder die Wasseramsel (Cinclus cinclus) erwarten. Entlang eines natürlich fließenden Nebenflusses der Gauja werden Sie sich von der Schönheit und Einmaligkeit dieser Landschaft überzeugen können.

Grauspecht (Picus canus)
Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos)

Natürlich leben auch Menschen im Territorium des Nationalparks. Der Ort Ligatne hat sich schon Anfang des 19. Jahrhunderts als ein Zentrum der Papierherstellung im Baltikum herausgebildet. Davon zeugen etwa ein Dutzend dicht beieinanderstehende verzierte Holzhäuser - die einstige Fabrikarbeitersiedlung. Sie wirken heute, als könnte man hier sofort einen Historienfilm drehen – derartiges ist in Westeuropa kaum mehr zu finden! Auch hier unternehmen wir mit Ihnen einen kleinen kulturellen Streifzug.


6. Tag: Vogelbeobachtungen an der Rigaer Bucht - Ostküste

Nach dem Frühstück verlassen Sie heute den Gauja-Nationalpark und fahren zurück an die Ostküste der Rigaer Bucht. Schilfflächen, Küstenwiesen, Lagunen, morastige Seen und sandige Flachgewässer wechseln einander ab und geben diesem Teil Nordlettlands seine ganz besondere, maritim-ländliche Charakteristik. Innerhalb des EU-LIFE-Gebietes werden Sie Aussichten auf eine einmalige Küstenlandschaft bewundern können und die Indikatorarten für eine intakte Sandküste beobachten (wie beispielsweise die Küsten- und Zwergseeschwalbe (Sterna paradisea u. S. albifrons) oder dem Brachpieper (Anthus campestris).

Nach kurzer Fahrt und einem fast unmerklichen „Grenzübertritt“ erreichen Sie Ihre neue Unterkunft in Südestland. Das Hotel befindet sich direkt am Meer – ein Zimmer mit „Aussicht“ ist Ihnen also garantiert.


7. Tag: Salzgraswiesen und Binnendünen

Der Salzgehalt in der Rigaer Bucht ist verschwindend gering und so haben sich an den Ufern Salzgraswiesen etabliert, eine sehr sensibler und in Mitteleuropa kaum noch vorhandener Biotoptyp, der besonders den bodenbrütenden Watvögeln als Bruthabitat dient. Diese werden Sie von verschiedenen Aussichtspunkten beobachten können. Je nach Jahreszeit ist es in diesem Küstenabschnitt auch wahrscheinlich, eine Kegel- oder  sogar Ringelrobbe beobachten zu können.
Sie besuchen desweiteren die Beringungsstation von Kabli. In dem ungefähr 15 ha umfassenden Areal werden mittels einer „Helgolandreuse“ jährlich Zehntausende von Vögeln gefangen und ebenfalls beringt. Teilweise mitten im Schilfgürtel, in Anlehnung an Gebüschreihen, oder in lichteren Waldbeständen angelegte kleinere Fangnetze (Japannetze) ermöglichen den Fang der typischen Charakterarten dieser Habitate. Die Station ist ständig besetzt. Sie erhalten hier grundlegende Informationen zur Fangmethodik einer „Helgolandreuse“ und zu den Besonderheiten des Vogelzuges an Estlands Westküste. Außerdem besteht auch die Möglichkeit, in einem Fachgespräch mehr über die Arbeit der estnischen ornithologischen Gesellschaft zu erfahren und auf einem Lehrpfad die Biotopvielfalt einer natürlichen Küstenlandschaft kennenzulernen.

Die "Helgolandreuse" der Beringungstation Kabli

Letzter Programmpunkt des Tages wird ein Kurzbesuch in Estlands "Sommerhauptstadt" Pärnu sein. Die Stadt war einst eine der fünf estnischen Hansestädte. Die mit ihrer Atmosphäre fast ein wenig südländisches Flair ausstrahlende Stadt bietet dem Besucher eine Reihe von Möglichkeiten – ein tollen Strand und viele Sehenswürdigkeiten, so z.B. einige Kirchen, die sich in Alter und der Repräsentanz der verschiedenen Glaubensrichtungen voneinander unterscheiden. Hier ist ein kurzer Halt mit der Möglichkeit für eine individuelle Kaffeepause eingeplant.

"Sommerhauptstadt" Pärnu

Am Abend erreichen Sie wieder Ihre Unterkunft am Meer, wo Sie – in Abhängigkeit von der Wassertemperatur – noch ein abendliches Bad in den Fluten nehmen können, in jedem Fall aber einen Strandspaziergang unternehmen sollten.


8. Tag: Das Hochmoor von Nigula

Am heutigen Morgen besichtigen Sie mit dem Hochmoorkomplex von Nigula ein bereits 1957 gegründetes Naturschutzgebiet und einzigartigen Landschafttyp im unmittelbaren Grenzgebiet zu Lettland.
Das Moor Nigula zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus. Ein Flachmoor mit hohem Randgehänge, an das sich angrenzend ein Schenkelgebiet gebildet hat. (Schenkel sind nicht begehbare, nur aus Torfschlamm bestehende Stellen ohne Pflanzenbewuchs.)
Im Kern des Gebietes existieren fünf Moorinseln mit einer urwaldartigen Vegetation. Durch die Lehmböden der Moränen konnten die Torfmoose nicht in diese Flächen eindringen, obwohl sie unter dem Moor-Wasserspiegel liegen. Auf den beiden größten dieser Inseln fand in einem Herbst der 30er Jahre ein gewaltiger Holzeinschlag statt. Auf Grund eines milden Folgewinters fror der Boden nicht zu und das Holz konnte nicht abtransportiert werden, verblieb im Moor und bildet heute einen riesigen Alt- und Totholzbestand.
Die Beobachtung von Hochmoor-Leitarten wie Kranich (Grus grus) und Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) gilt am heutigen Tag als sicher.
Mit einer Torfmächtigkeit von bis zu 8 Metern ist das Hochmoor von Nigula zu den ältesten Moorkomplexen Estlands zu zählen.

Am Nachmittag fahren Sie wieder zurück in Richtung Süden über die lettische Grenze. Durch den Neubau der Transitstrecke „Via Baltica“ ist die alte Poststraße (Tallinn-Riga) heute kaum befahren und schlängelt sich idyllisch durch eine kiefern- und dünenreiche Küstenlandschaft entlang vieler kleiner Fischerdörfer, in denen die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Streckenweise geht es so dicht am Meer vorbei, dass Sie den Eindruck haben, direkt am Strand zu fahren.
Das heutige Endziel ist die lettische Hauptstadt Riga und Ihre neue Unterkunft, ein Hotel, das unmittelbar im Jugendstilviertel gelegen ist. Auch hier ist nach Ihrer Ankunft ein Abendessen für Sie vorbereitet.


9. Tag: Riga - die älteste Hansestadt des Baltikum

Riga ist eine sehr schöne Metropole und verfügt neben einer Altstadt über ganze Stadtviertel, die im Klassizismus und im Jugendstil errichtet wurden und heute nach und nach wieder restauriert werden. Hier gibt es sehr vieles Entdeckenswertes - Sie werden begeistert sein! Lernen Sie die Altstadt mit Dom und St. Petri-Kirche kennen und staunen Sie über die Alberta-Straße, die durch ihren fantastischen Jugendstil besticht.

Schwarzhäupterhaus
Domkirche

Nach dem Frühstück lernen Sie die Altstadt Rigas und das Jugendstilviertel während einer Stadtführung zu Fuß näher kennen.
Am Nachmittag fahren Sie in das größte Ostseebad des Baltikums – nach Jurmala. Der Kurort erstreckt sich auf über 30 km Länge entlang der Südküste der Rigaer Bucht. Noch zu Anfang des 19. Jahrhunderts gab es hier nur ein paar Fischerhöfe. Nach dem siegreichen Krieg der russischen Armee gegen Napoleon interessierten sich ab Anfang/Mitte des 19. Jahrhunderts immer mehr erholungsbedürftige Kriegsveteranen für das hübsche Fleckchen am Meer. Ortsansässige Fischer, Bauern und auch die Güter begannen, Räumlichkeiten für die zunehmende Zahl von Sommergästen aus der nahen Gouvernementstadt Riga zu schaffen. Während der Typhusepidemien Anfang des 19. Jahrhunderts flüchteten viele Rigaer Familien in die nahe gelegenen Fischerdörfer mit ihrer gesunden Seeluft. Später bildete sich eine Tradition heraus, die Sommer in den Dörfern zu verbringen. Bald kam auch das Baden im hier flachen Meer mit seinem feinen Sandstrand in Mode.
In der Sowjetzeit wurde Jurmala zu einem großen Kurort mit vielen neuen Bettenburgen, Sanatorien und Ferienheimen der Partei, des Komsomol, der Roten Armee sowie von Betrieben und Pionierorganisation. Heute nun versucht man, mit renovierten und neu entstandenen Hotels Touristen nach Jurmala zu locken, was auch durchaus gelingt.
In Jurmala werden Sie die ganze Vielfalt an Sommerhäusern und Privatvillen in Augenschein nehmen. Sehenswert sind auch die häufig noch aus der Zarenzeit stammenden hölzernen Bahnhofsgebäude der verschiedenen Ortsteile.

Jurmala 1
Jurmala 2

Am Abend laden wir Sie zu einen „Abschiedsmahl“ der ganz besonderen Art ein. All zu viel sei noch nicht verraten, jedoch können wir Ihnen gute Küche und eine angenehme Umgebung versprechen – lassen Sie sich überraschen.


10. Tag: Abschied

Heute ist die Tag Ihrer Abreise gekommen.

Ein Mitarbeiter von ESTLAND-REISEN wird Sie vom Hotel zum Ort Ihrer Abfahrt begleiten. Wir wünschen Ihnen alles Gute für den Heimweg und sagen Paldies (Danke).

Auf ein Wiedersehen!




Reisepreis pro Person
(bei Übernachtung im Doppelzimmer):

1128,- € (bei insg. 14 Teilnehmern) 
1234,- € (bei insg. 12 Teilnehmern)
1373,- € (bei insg. 10 Teilnehmern)
1498,- € (bei insg.   8 Teilnehmern)

Einzelzimmerzuschlag: 156,- €

Folgende Leistungen sind im Preis inbegriffen:

Hoteltransfers bei An- und Abreise in Riga; 9 Übernachtungen mit Frühstück in Hotels/Pensionen; Vollpension an allen Tagen (reichhaltige Picknickpäckchen als Tagesverpflegung und warme Abendmahlzeiten); sämtliche Fahrten im modernen Reisebus (mit Lautsprechersystem und Klimaanlage); Gepäcktransport; fachkundliche deutschsprachige Reiseleitung; Möglichkeit zur Benutzung von grundlegender Fach- und Bestimmungsliteratur (JONSSON und ROTHMALER Bd. 2 und 3) sowie Ferngläsern (10x50) als Leihgabe; Erfrischungsgetränke während der Fahrten und Ausflüge; Seilbahnfahrt Sigulda, sämtliche Eintrittsgelder; deutschsprachige Stadtführung in Riga; alle Reservierungs- und Buchungsentgelte; Reisesicherungsschein.

Wichtige Hinweise:

  • Die Unterkünfte in den Städten sind 3-Sterne-Hotels. Auf dem Land übernachten Sie in Pensionen oder kleinen Landhotels.
  • Organisatorisch bedingte Programmänderungen sind nicht auszuschließen.

Buchung:

Wenn Sie an dieser ornithologisch-ökologischen Studienreise interessiert sind, senden Sie uns bitte eine Mail an adrian@estland.ee mit dem Betreff „Vogelwelt Lettland“ und teilen Sie uns bitte mit, für welche Reisezeit Sie sich entschieden haben und für wie viele Reisende Sie buchen möchten. Wir setzen uns anschließend umgehend mit Ihnen in Verbindung. Vielen Dank für Ihr Interesse!