Von Tallinn nach St. Petersburg - eine Sommerreise auf alten Hansewegen ins nordische Venedig

Eine 11-tägige Gruppenreise vom 16. bis 26. August 2010 für 10 und mehr Teilnehmer

  • Wussten Sie, dass sich der Name Tallinns aus der dänischen Ersteroberung herleitet (Tallinn = „Dänenstadt“)?
  • Standen Sie jemals an einem See, dessen anderes Ufer Sie nicht einmal mit dem Fernglas erspähen konnten, so wie es beim Peipussee der Fall ist?
  • War Ihnen bekannt, dass sich in Tartu eine der ältesten Universitäten Schwedens befindet, in der über Jahrhunderte aber Deutsch die Lehrsprache war?
  • Haben Sie schon einmal etwas vom Land der Setus gehört?
  • Wussten Sie, dass der Hansebund sein östlichstes Handelskontor in Nowgorod unterhielt?
  • Ist es nicht schon lange Ihr Wunsch gewesen, dass neu restaurierte Bernsteinzimmer im Katharinenpalast zu besichtigen?
  • Kennen Sie „Die neunte Welle“ - das berühmte Gemälde des russischen Malers Aiwasowski?
  • Wie würde Ihnen ein Spaziergang in St. Petersburg entlang der Newa mit Blick auf Peter- und-Paul-Festung, Eremitage und Isaaks-Kathedrale gefallen?

ESTLAND-REISEN möchte Sie in eine noch unentdeckte Region im Nordosten Europas entführen. Eine Kombination aus hanseatischer Geschichte, unberührter Naturidylle und prachtvollem Glanz einer Zarenmetropole bietet Ihnen diese Kulturreise nach Estland und Russland.

11-Tage-Tour „Von Tallinn nach St. Petersburg“

16.08.2010: Ankunft und Begrüßung

Wir begrüßen Sie am Flughafen in Tallinn (Reval) und bringen Sie zur Unterkunft. Nach dem Check-In in Ihrem guten Mittelklasse-Hotel am Rande der historischen Altstadt, werden Sie am Abend in einem stilvollen Mittelalter-Restaurant ein Abendmenü zu sich nehmen. In dem historischen Gebäude speisen Sie im Ambiente des 16. Jahrhunderts. Hier lernen Sie auch Ihren Reiseleiter persönlich kennen und bekommen umfangreiche Reiseunterlagen übergeben. Dieses Karten- und Bildmaterial soll eine passende Ergänzung zur bevorstehenden Reise sein.


17.08.2010: Tallinn – eine hanseatische Altstadt

Nach dem Frühstück beginnt die Stadtführung durch die mittelalterlichen Gassen Tallinns in deutscher Sprache. Sie werden Estlands Tor zur Welt - die alte Hansestadt Tallinn - genauer begutachten. Tallinns historischer Kern besticht durch seine Geschlossenheit und zählt zu den am besten erhaltenen Hansestädten im Ostseeraum. Während der Stadtführung besichtigen Sie auch die Newski-Kathedrale und Domkirche in der Oberstadt.

Tallinner Altstadt

Im Anschluss an eine individuelle Mittagspause steht Ihnen der Nachmittag zur freien Verfügung. Wir geben Ihnen gerne Tipps für mögliche Unternehmungen oder reservieren Tickets für Oper, Konzert, Theater usw.


18.08.2010: Gutshöfe und „Zwiebeldörfer“ – Von der Nordküste zum Peipussee

Am Morgen verlassen Sie die estnische Hauptstadt und fahren zunächst in den östlich Tallinns gelegenen Lahemaa-Nationalpark, den ältesten Nationalpark der ehemaligen Sowjetunion.
Hier besichtigen Sie die deutschbaltischen Gutshöfe von Palmse (Palms) und Sagadi (Saggad), bevor Sie die Fahrt entlang der Küstenstraße weiter in das Dorf Altja führt, wo für Sie auf einem malerisch gelegenen Fischerhof eine Kaffepause vorbereitet ist. Genießen Sie unter einer alten Ulme den einen tollen Ausblick auf das Meer und den frisch gebackenen Kuchen!

Gutsschloss Sagadi
an den Ufern des Peipussees
Kloster Kuremäe

Nachmittags besuchen Sie das einzige russisch-orthodoxe Nonnenkloster Estlands, in dem etwa 100 Schwestern autark wirtschaften.
Entlang des fünftgrößten Sees Europas - des Peipussees, der eher an ein Meer erinnert, fahren Sie zu den sog. „Zwiebeldörfern“ am Westufer. In diesen Dörfern leben seit gut drei Jahrhunderten russische Altgläubige – einst Religionsflüchtlinge, die in Russland verfolgt wurden. Bis heute haben sie viele ihrer Eigenarten bewahrt. Da für die Bewohner neben dem Fischfang auch der Anbau von Zwiebeln seit Generationen die Haupteinnahmequelle darstellt, tragen die Dörfer den kuriosen Beinamen.


„Zwiebeldörfer“

Am Abend erreichen Sie die Universitätsstadt Tartu (Dorpat) und beziehen Ihr Hotel unweit der Altstadt und des Emajõgi (Embach), dem größten Fluss Estlands, der sich mitten durch die Stadt schlängelt. Zum Abendessen bitten wir Sie in den historischen Schießpulverkeller, einem Restaurant unter einem gotischen Backsteingewölbe.


19.08.2010: Estlands „geistige Hauptstadt“

Nach dem Frühstück erkunden Sie während einer Stadtführung die "geistige Hauptstadt“ Estlands. Tartu ist vornehmlich von Klassizismus und Jugendstil geprägt; besonders interessant sind auch seine Holzhausviertel. Die Stadt strahlt eine besondere Atmosphäre aus.
In Tartu leben heute etwa 100.000 Menschen - es ist eine junge Stadt, denn Studenten aus ganz Estland und dem Ausland leben und studieren hier.

Tartu, Domruine
Tartu, Jaani-Kirche
Schloss Sangaste

Im Anschluss an die Stadtführung haben Sie Zeit für eigene Entdeckungen, bevor Sie am Nachmittag in das südestnische Hügelland weiterreisen.
Hier besichtigen Sie das im neogotischen Stil errichtete Herrenhaus von Sangaste (Sagnitz) sowie das Nachtigallental von Rõuge (Rauge). Auch das kleine, beschauliche Städtchen Võru (Werro) lädt zu einem Besuch ein und daher beziehen Sie hier am Abend Ihr Hotel und genießen in einem urigen Lokal das Abendessen.


20.08.2010: Ein geteiltes Land – Das estnische Setumaa

Am Vormittag „erklimmen“ Sie den Großen Eierberg ("Suur Munamägi), Estlands höchste Erhebung (318 m), von dessen Aussichtsturm sich Ihnen bei klarem Wetter herrliche Ausblicke über die südestnische Hügellandschaft bis hin nach Lettland und Russland eröffnen.

Setufrauen in ihrer Volkstracht südestnische Hügellandschaft

Den restlichen Tag verbringen Sie im Land der Setus, einem archaisch anmutenden Volksstamm an der Grenze zu Russland, der eine eigene Sprache spricht und für Estland vielleicht das ist, was die Sorben für Deutschland sind.
Die „Setukesen“ besitzen ein ausgeprägtes Traditionsbewusstsein. Durch die Tatsache, dass zu Sowjetzeiten Teile Estlands der russischen Unionsrepublik zugeschlagen wurden, wurde ihr Siedlungsgebiet mit der Unabhängigkeit Estlands 1991 praktisch geteilt. Die religiösen Stätten auf der heute russischen Seite sind für die auf estnischer Seite befindlichen Setus nur erschwert zugänglich - ein Schicksalsschlag für viele Angehörige dieser Minderheit, die hier an der EU- Außengrenze leben.
Der Besuch des Museums zur Geschichte und Kultur dieser Volksgruppe ist ebenso eingeplant wie ein Auftritt eines traditionellen Setu-Chores.


21.08.2010: Ein geteiltes Land – Das russische Setumaa

Am Morgen passieren Sie die estnisch-russische Grenze. In der russischen Grenzstadt Petschory (estn.: Petseri; dt.: Petschur), dem religiösen Zentrum der Setus, besichtigen Sie das Mariä- Entschlafen-Höhlenkloster, das von orthodoxen Mönchen geführt wird. Innerhalb des Klosters befinden sich neun Kirchen und ein einzigartiger unterirdischer Höhlenfriedhof, auf dem seit Jahrhunderten die verstorbenen Klosterbrüder bestattet werden.

Höhlenkloster in Petschory Höhlenkloster in Petschory

Ebenso sind die Überreste der Burg Isborsk sehenswert. Die russische Grenzfestung fungierte über Jahrhunderte als Wachtturm in Richtung Westen.
Weiter geht die Fahrt auf alten Handelswegen nach Pskow (Pleskau), das sie am Abend erreichen. Hier beziehen Sie Ihr einfaches Hotel unweit des sog. Kreml, der das Herz der Stadt bildet und den Sie während eines Altstadtrundganges näher kennenlernen werden.
In Pskow unterzeichnete 1917 der letzte russische Zar Nikolai II. unter Zwang seine Abdankungsurkunde.


Altstadtpanorama von Pskow

22.08.2010: Alexander Puschkin – Russlands großer Dichter

Heute fahren Sie in den Heimatort des großen Schriftstellers Alexander Puschkin. Die Zeit, die Puschkin auf dem Familiengut Michailskoje und im benachbarten Dorf Trigorskoje verbrachte und der Kontakt mit seinen Bewohnern prägten den Dichter entscheidend. Hier fand er seine künstlerische Heimat; hier entstanden gut einhundert seiner Werke.
Das Freilichtmuseum Michailowskoje, das Sie besuchen werden, nimmt unter den Kulturstätten Russlands eine Sonderstellung ein.

Nordrussische Taiga Alexander Puschkin-Denkmal

Auf dem Weg nach Nowgorod besuchen Sie zum Abschluss des Tages das Kloster von Swjatogorsk, an dessen Mauer Puschkin 1837 beerdigt wurde.
Während der Fahrt sehen Sie die typische russische Taiga – Birkenhaine, Flüsse und Täler, Wiesen und Wälder in einer nahezu endlos scheinenden Weite.
Am Abend erreichen Sie die Stadt Nowgorod und beziehen Ihr Hotel. Ein Abendessen ist hier, wie übrigens an jedem Tag Ihrer Reise, für Sie vorbereitet.


23.08.2010: Hansekontor und Bernsteinzimmer

In der ursprünglich von Wikingern gegründeten Stadt am Fluss Wolchow, in der deutsche Hansekaufleute im Mittelalter ein Kontor gründeten, unternehmen Sie nach dem Frühstück einen Stadtrundgang entlang des Kreml. Auch die fast 1000 Jahre alte Sophienkathedrale werden Sie besichtigen.

Bernsteinzimmer
Katharinenpalast
Sophienkathedrale

Auf der Weiterfahrt nach St. Petersburg legen Sie einen Zwischenstopp in Zarskoje Selo („Kaiserliches Dorf“) ein - seit dem 18. Jahrhundert Sommerresidenz der russischen Zaren. Im beeindruckenden Katharinenpalast ist seit 2003 das sogenannte achte Weltwunder - das neu restaurierte Bernsteinzimmer - wieder in neuem Glanze zu besichtigen. Da das ursprüngliche Zimmer nach wie vor als verschollen gilt, wurde das wohl berühmteste Mosaik der Welt von Spezialisten aus ganz Europa aus rund 80 Tonnen Bernstein weitgehend originalgetreu wiederhergestellt.

Am Abend erreichen Sie St. Petersburg, die zweitgrößte Stadt Russlands und kulturelle Metropole des Landes. Hier erfolgt der Check-In in das im Stadtzentrum befindliche Mittelklasse-Hotel.


24.08.2010: Zarengold – Paläste und Kunstschätze im Venedig des Nordens (Teil 1)

„Venedig des Nordens“ – so wird die auf 44 Inseln des Newa-Mündungsgebiets erbaute Stadt oft genannt. Dies nicht ohne Grund, denn die unzähligen, von geschwungenen Brücken überspannten Wasserläufe werden umsäumt von barocken Palästen, endlosen Boulevards und einladenden Parks. St. Petersburg, das seine Einwohner liebevoll als „Piter“ oder – nostalgisierend - als Leningrad bezeichnen, ist im Gegensatz zu vielen anderen Städten nicht im Verlauf vieler Jahrhunderte gewachsen, sondern zu Beginn des 18. Jahrhunderts auf dem Reißbrett entstanden. Zar Peter der Große hatte sie auf sumpfigem Gelände errichten lassen. Tausende Menschen kamen dabei ums Leben. Doch Petersburg war ein Prestigeobjekt für den sich nach Westen orientierenden Zaren. So entstand eine der schönsten Residenzstädte der Welt, deren Charme und Monumentalität sich bis heute erhalten halt. Und die mit Sicherheit die „unrussischste“ alle Metropolen des Riesenreiches ist.


Schlossplatz

Auferstehungs-(od. Bluts)kirche

Panzerkreuzer „Aurora“

Während einer Stadtrundfahrt mit vielen Stopps besuchen Sie heute das Alexander-Newski-Kloster und den dazugehörigen Friedhof, auf dem Persönlichkeiten wie Dostojewski, Lomonossow, Euler und Tschaikowski ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.
Den Nachmittag verbringen Sie in der Umgebung des berühmten Newski-Prospektes. Dieser mit gut fünf Kilometern wohl längste Einkaufsboulevard Europas wird von vielen sehr sehenswerten Palais, Kirchen und Kathedralen gesäumt.
Den heutigen Tag können Sie mit einem Spaziergang in den Parkanlagen der Admiralität ausklingen lassen. Vielleicht aber „stürzen“ Sie sich noch einmal in das geschäftige Treiben auf dem Newski- Prospekt!


25.08.2010: Zarengold – Paläste und Kunstschätze im Venedig des Nordens (Teil 2)

Nach dem Frühstück ist zunächst der Besuch der Peter-und-Paul-Festung vorgesehen, die sich auf einer Insel mit eigener Kathedrale befindet, in der viele Zaren und Großfürsten beerdigt sind. Nicht weit entfernt befindet sich der Panzerkreuzer „Aurora“, von dem aus mit einem Platzpatronenschuss im Oktober 1917 das Signal für den Sturm auf das Winterpalais gegeben und damit die Oktoberrevolution ausgelöst wurde.

Nachmittags besichtigen Sie das Winterpalais mit dem Museum der Eremitage. Allein das Gebäude stellt schon eine Sehenswürdigkeit dar. Auf rund 60.000 m2 Ausstellungsfläche sind hier die privaten Kunstschätze der Zaren zu bewundern. Bilder von Rubens, Rembrandt oder van Gogh gehören ebenso dazu wie Werke von Monet und Kandinsky.
Als krönender Abschluss Ihrer Reise erleben Sie Öffnung der hell erleuchteten Newa-Brücken um 2 Uhr morgens. Der Anblick der Newa bei Nacht und die Passage der Schiffskonvois sind unvergessliche Schauspiele, die Tausende Menschen trotz nachtschlafender Zeit in ihren Bann ziehen.


26.08.2010: Abreise

Heute heißt es Abschied nehmen - wir begleiten Sie zum Flughafen, von wo aus Sie den Rückflug nach Deutschland antreten. Es wäre schön, wenn Sie am Ende Ihrer Reise auf eine erlebnisreiche und gelungene Reise zurückblicken könnten!

Wir wünschen Ihnen alles Gute für den Heimweg und sagen Danke!


Reisepreis pro Person
(bei Übernachtung im Doppelzimmer):

1073,- € (bei insg. 25 Teilnehmern)
1142,- € (bei insg. 20 Teilnehmern)
1184,- € (bei insg. 15 Teilnehmern)
1378,- € (bei insg. 10 Teilnehmern)

Einzelzimmerzuschlag: 322,- €

Folgende Leistungen sind inklusive:

Hoteltransfers bei An- und Abreise; 10 Übernachtungen mit Frühstück in Mittelklassehotels (3 bis 4 Sterne); abwechslungsreiche und regionaltypische Abendmenüs an allen Tagen (Halbpension); alle Transferdienstleistungen im modernen, vollklimatisierten Reisebus mit Lautsprecheranlage; Gepäcktransport; fachkundige, deutschsprachige Reiseleitung über die gesamte Reisezeit (inkl. aller Stadtführungen und Objektbesichtigungen); alle Eintrittsgelder (lt. Programm); alle Reservierungs- und Buchungsentgelte; Visakosten in Russland; Reise-Sicherungsschein .

Hinweis:

  • Die Einreise nach Russland unterliegt der Visumpflicht. Die Organisation der entsprechenden Dokumente übernehmen wir für Sie. Die Kosten dafür sind im Reisepreis inbegriffen. Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Reisepässe zum Reiseantritt mindestens noch ein halbes Jahr gültig sind!

An- und Abreise sind nicht im Preis enthalten. Gern aber helfen wir Ihnen bei der Auswahl des geeigneten Verkehrsmittels (Flugzeug oder Fährschiff).

Wenn Sie an der Tour interessiert sind, senden Sie bitte eine Mail an adrian@estland.ee mit dem Betreff „Von Tallinn nach St. Petersburg“ und teilen Sie uns bitte mit für wie viele Reisende Sie buchen möchten. Wir setzen uns anschließend umgehend mit Ihnen in Verbindung. Natürlich können Sie uns auch anrufen! Vielen Dank für Ihr Interesse!